Unsere Anlage befindet sich im Dresdner Seegrabengebiet in Dresden-Seidnitz. Sie umfasst 126 Gärten auf 35.951 m² und ist von mehreren Wohngebieten und weiteren Kleingartenanlagen umgeben. Auf unserem Gelände gibt es ein Vereinsheim, einen Seniorengarten und einen kleinen Konzertplatz mit Festwiese.
Interessenten für freie Gärten wenden sich bitte an den Vorstand über das Kontaktformular.
Historisches
1911
Gründung des Verbandes der “Dresdner Garten- und Schrebervereine” e.V., Sitz Dresden.
Im heutigen “Stadtverband Dresdner Gartenfreunde” werden die Traditionen der Interessenvertretung der Kleingärtner fortgesetzt. Webseite: www.dresdner-gartenfreunde.de/stadtverband
1924
Gründung des Dresdner Kreisverbandes „Garten- und Schrebervereine e.V.” (Sitz Dresden, mit einem Ortsverband und 13 Bezirksgruppen)
1927/1928
Gründung der Kleingartenanlage „Birkenwald“ auf dem Gelände der Dresdner Seegrabenrinne*
1931
Umbenennung der Kleingartenanlage in „Alte Elbe“
1936
Hinzufügung der westlichen Anlage „Frauensteiner Platz“
1939–1945
Zweiter Weltkrieg und 1944/45 Luftangriffe auf die Stadt Dresden und andere deutsche Städte durch die britische Royal Air Force (RAF) und United States Army Air Forces (USAAF).
1945
Kriegsende und Beginn der Trümmerberäumung
Um nach dem Zweiten Weltkrieg die Großflächenenttrümmerung der Dresdner Innenstadt zu bewältigen, wurden Trümmerbahnen mit Kipploren eingesetzt. Auf dem Höhepunkt der Enttrümmerung 1951/52 war ein Trümmerbahnnetz mit 21 Kilometern Linienlänge in Betrieb. Eine dieser Feldbahnlinien führte auch durch die Kleingartenanlage „Alte Elbe“ Richtung Kiesgrube Leuben/Dobritz. In dieser Zeit entstand der Trümmerberg an der Kiesgrube Leuben. Ein Teil der Bombentrümmer wurde verwendet, um Gruben und Senken zu verfüllt. Im Bereich des Seegrabens und der Kleingartenanlage „Alte Elbe“ wurde ebenfalls Trümmerschutt aufgefüllt. In einigen Gärten stößt man deshalb heute in etwa 60 cm Tiefe auf Trümmerschutt. In der benachbarten KGV Elbgrund e.V. wurde ein kleiner Rest der Trümmerbahn als Denkmal erhalten.
19??
Konzertmuschel und Vereinshaus
In der Stammanlage entstand eine kleine Bühne mit Konzertmuschel am Vereinshaus.
1985
Teilung der Kleingartenanlage
Aufgrund des hohen Verwaltungsaufwands erfolgte 1985 eine Teilung der Kleingartenanlage „Alte Elbe“ in drei unabhängige Gartenvereine:
“Alte Elbe“ (Stammanlage zwischen Enderstr., Liebenauer Str. und Marienberger Str. / Altenberger Str.)
„Albert Eidner“ (Mittelanlage zwischen Ender- und Bärensteiner Str.)
„Alte Elbe – Frauensteiner Platz“ (Westteil)
1990
Nach der Deutschen Wiedervereinigung kam eine Flut von Neuerungen, neuen Vorschriften, Gesetzen und Satzungen auf die Vereine zu. Die jetzt nötige berufliche Mobilität führte u.a. auch zu einem schnelleren Pächterwechsel. Seither bemüht sich der Verein um die Instandhaltung und Erneuerung der veralteten Versorgungsleitungen (Stromleitungen und Wasserleitungen) sowie der baulichen Anlagen.
*Der Seegraben
Der Seegraben ist eine Altwasserrinne der Elbe im Stadtgebiet der Stadt Dresden, zwischen der Dresdner Altstadt und dem Niedersedlitzer Flutgraben, etwa entlang der Bodenbacher Straße. Hier befinden sich die Überreste eines alten verlandeten Elb-Flussbettes. Der geschwungene Verlauf ist noch heute im Stadtplan erkennbar. Viele Kleingartenanlagen liegen auf diesem alten Elbarm.
Im Mittelalter war der Seegraben eine auenartige Landschaft mit mehreren Seeflächen am Südrand des mittelalterlichen Stadtkerns. Namen, wie Seestraße und Seevorstadt erinnern an diese alte Seenlandschaft.
Im 18. und 19. Jahrhundert entstanden im Bereich des Seegrabens verschiedene Gartenanlagen, darunter der Große Garten, der ab 1676 angelegt und etappenweise ausgebaut wurde, sowie die angrenzende Bürgerwiese, die im 19. Jahrhundert in eine öffentliche Parkanlage umgestaltet wurde. Der feuchte Boden im Seengrabengebiet bot dafür günstige Bedingungen. Noch heute kann man hier zur Zeit der Sommersonnenwende an verschiedenen Stellen Glühwürmchen beobachten. Bei der Gestaltung des Seegrabens kam es im Laufe der Zeit immer wieder zu Aufschüttungen mit Bauschutt, nach dem Zweiten Weltkrieg auch mit Trümmerschutt. Ab etwa 1900 entstanden entlang des alten Elbarms viele Kleingartenanlagen, die bis heute liebevoll gepflegt werden. Viele Kleingartenanlagen sind in den Sommermonaten für Spaziergänger geöffnet. So auch der KGV Alte Elbe e.V.
